
Sharin Oziegbe U18 überragte mit einem 6,06m Satz, neuer Nordhessen-Hallenrekord
Carolin Klupsch eine Klasse für sich mit 4 Titeln
Kecker Nachwuchs Laura, Zoé und Fabienne überzeugten
Mit einigen gestanden Athleten/innen, aber auch mit nachkommendem Nachwuchs, der noch Erfahrung sammeln muss, war der SSC bei den Nordhessischen Hallenmeisterschaften in Bad Sooden Allendorf dabei. Obwohl einige Leistungsträger fehlten, schnitten wir wieder einmal ausgezeichnet ab.
Sharin Oziegbe U18 schoss den Vogel mit der besten Leistung der Meisterschaften ab. Sie wollte sich auf den Weitsprung konzentrieren, und verzichtete daher auf die vorgelagerten 60m Läufe. Gleich beim ersten Versuch landete sie bei 5,81m sehr vielversprechend, doch das Ziel war die begehrte 6m Grenze, die sie im Freien bereits überwunden hatte. Ab dem dritten Versuch testete Sharin eine leicht veränderte Absprungtechnik, die sie am Montag davor kurz ohne Sprunggrube mit Carmen geübt hatte… uns siehe da, im letzten Versuch flog Sharin auf hervorragende 6,06m, womit sie den alten NH-Rekord von Xenia Achkinadse um 2 cm knackte. Mit dieser Leistung ist Sharin derzeit die beste Deutsche ihres Jahrganges und liegt nur einen cm hinter der 1 Jahr älteren Führenden bei U18. Damit hat sie auch erstmals die Norm von 6,05m für die Youth Olympics in China übertroffen. Für dieses Großereignis wird ein Kontinentalentscheid in Aserbeidschan ausgetragen, für den Sharin hoffentlich nominiert wird. Vor purer Freude verzichtete Sharin dann auf den direkt danach stattfindenden Hürdensprint.
Carolin Klupsch U20 ging viermal an den Start, vier deutliche Siege sind zu verzeichnen! Beim Hochsprung war sie mit 1,64m nicht zufrieden, denn sie hätte die danach aufgelegten 1,70m auch diesmal gern übersprungen. Dann beim Weitsprung prima 5,47m – wieder einmal 5,47m wie schon öfter in diesem Winter. Der letzte Versuch, bei dem sie auf Risiko ging, trat sie dann über – das wäre seeehr weit gewesen. Beim Kurzsprint hat Caro bei der Beschleunigung nicht die besten Momente, so auch jetzt beim 60m Lauf. Doch bereits vor Hälfte der Strecke hatte sie aufgeholt und siegte mit einem knappen Meter Vorsprung sicher in 8.11s (pB). Beim Hürdensprint hatte sie keine ernsthaften Gegnerinnen, sie durchlief nach 9.23s locker mit einer starken Zeit das Ziel. Tolle Vorstellungen der kürzlich 17 Jahre alt gewordenen Athletin.
Sharin und Carolin starten in Kürze bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Sindelfingen.

Philipp Gebauer M14 sammelte 4 Medaillen. Im Hochsprung verbesserte er sich um 6cm auf prima 1,62m und wurde Vizemeister. Ebenfalls belegte er noch beim Kugelstoßen (9.85m) und im 60m Sprint in 8,09s zweite Plätze. Im Endlauf ließ er sich austrudeln, weil er Oberschenkelprobleme hatte.

Er sicherte trotzdem den zweiten Platz. Im Vorlauf lief er lockere 7.94s. Dann aber noch der Sieg im Weitsprung. 5,57m flog Philipp weit und gewann knapp mit 3cm Vorsprung. Auf den abschließenden Hürdensprint verzichtete er wegen der Oberschenkelprobleme. Toll gemacht Philipp.
Jontay Oberkersch M15 überraschte mit dem Weitsprungtitel, der nicht eingeplant war. 5,63m flog er weit und steigerte damit seine Bestleistung nicht unerheblich.

Titel Nr. zwei im Hürdensprint (9.75s). Beim Kugelstoßen und 60m Sprint reichte es als jeweils Vierter mit 9,67m und 7.92s nicht ganz für das Treppchen. Auch Jontay hat sich glänzend dargestellt.
Cornelius Hottenrott U18 war mit Rang zwei und 1,65m im Hochsprung nicht recht zufrieden, was sich jedoch beim Weitsprung änderte. Nach Sharin, Carolin, Philipp und Jontay gewann er für den SSC die 5. Weitsprung-Goldmedaille in BSA, 6,16m zeigte das Bandmaß an. Letztlich noch 7.81s im 60m Sprint und Rang 4.

Sara Grunwald F stieß die Kugel als Meisterin 9,85m weit. Erfreuliche 1,43m brachten einen weiteren Titel und mit sehr guten 4,93m im Weitsprung gab es Bronze. Die 60m durcheilte Sara als 5. In 8,58s.
Lea Weiß U18 vertrat Sharin im Hürdensprint würdig, sie gewann den Wettbewerb in 10.43s. Als Vierte sprang Lea 1,43m hoch und durchlief die 60m in 8.73s (6.)
Nicht nur über Titelehren ist zu berichten, auch weitere Platzierte ließen teils aufhorchen.
Alexander Hoppe M war gut drauf, trat aber im Weitsprung hervorragende Sprünge über. Trotzdem erreichte er gute 6,30m, was ihm die Vizemeisterschaft einbrachte. Dann noch Bronze im 50m Sprint in 7.56s.

Laura Hägele W14 hat sich stark verbessert. Als noch 11-jährige der AK W12 startete sie zwei Jahrgänge höher. Bereits beim Kugelstoßen überraschte das Leichtgewicht mit einer Verbesserung auf prima 7,23m und kratzte als Vierte knapp an Bronze. Auch im 60m Sprint eine Steigerung auf klasse 8.71s, womit sie hauchdünn um 1/100s den Endlauf verpasste.

Auch im Hochsprung eine exquisite Vorstellung mit 1,35m, Platz 8. Die Hammerleistung schaffte Laura dann jedoch beim Weitsprung, wo sie gleich im ersten optimalen Versuch ihre Bestleistung pulverisierte - sie sprang 4,80m weit. Bis zum Ende des Vorkampfes lag sie damit in Führung, und hätte fast für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Letztlich ein wunderbarer zweiter Platz und eine Weite, die in der inoffiziellen deutschen Bestenliste die zweitbeste des Winterhalbjahres ist. WOW!!
Zoé Böttcher W14 gehört noch der W13 an, was sie nicht davon abhielt, sich glänzend bei der W14 in Szene zu setzten. Technische Schwierigkeiten beim Hochsprung waren nicht zu übersehen, mit 1,30m war „nur“ der 10. Platz drin. Ein hervorragender 1. Sprung in die Weitsprunggrube hätte möglicherweise für den Sieg gereicht, doch hauchdünn übergetreten. Bei den nächsten Versuchen sprang Zoé dann jeweils sehr weit vor dem Balken ab, mit 4,38m dann Rang 11 und den Endkampf verpasst. Im 60m Sprint dann lockere 8.45s im Vorlauf und Qualifikation für den Endlauf. Eine hervorragende Bronzemedaille in 8.41s ist bemerkenswert, fast wäre der 2. Platz drin gewesen.

Die große Überraschung hob sich die 13-Jährige für den Schluss auf. Sie trat beim Hürdenlauf an, den sie als Zweite in ausgezeichneten 10.16s noch vor der 5. der Hessischen Meisterschaften W14. beendete. Umso bemerkenswerter da sie den größeren Abstand der Hürdenerstmals 3 Tage vor der Meisterschaft kurz getestet hatte. Ein bravouröser Lauf der vielseitigen Zoé, eine tolle Überraschung.

Fabienne Siemers W14 war die dritte SSCerin, die als Jüngere hochstartete. Gut sah es beim Hochsprung aus, bis einschließlich 1,43m ging alles glatt, dann war aber der Wurm drin. Sie stellte ihre Bestleistung ein, und wurde mit 1,43m höhengleich mit der Vizemeisterin prima Vierte. Auch im Hürdensprint überzeugte Fabienne mit Rang 5 und 10,74s. Mit Zoé übte sie das drei Tage vorher kurz, weil die U16 Hürden andere Abstände als die U14 Hürden haben. Es hat sich gelohnt. Zweimal stand sie noch auf dem Treppchen. Beim Kugelstoßen wurde sich mit guten 8,31m Vizemeisterin und Dritte beim Weitsprung, wo sie bei 4,70m landete. Erst beim Endkampf klappte es richtig gut. Platz 3 für Fabienne als W13erin und Silber für Laura als W12erin – eine schöne Sache – wir können gespannt in die Zukunft schauen.
Marcel Hoppe U20 verfehlte zweimal knapp als jeweils Vierter einen Treppchenplatz. Im 6om Sprint lief er 7,78s (pB) und lag nur hauchdünn hinter dem Dritten. Pech dann beim Weitsprung, obwohl er mit 5,95m eine pers. Bestleistung aufstellte. Zwei knapp übergetretene Versuche waren eindeutig weiter, und hätten die Vizemeisterschaft beschert. Die 6m kommen mit Sicherheit in Kürze
Céline Grunwald U18 stieß die Kugel mit 8,67m in die Nähe der 9 m, 6cm fehlten zur Bestleistung. Das war Platz 7. Im Weitsprung dann sogar der 5. Rang - 4,82m ist Céline davor noch nie gesprungen und hatte so Grund zum Strahlen.
Luca Hertel U18 übersprang erstmals sehr gute 1,60m, das war der 5. Platz. Als Siebter sprang er 5,45m weit und lief im 60- Vorlauf als 11.-Schnellster 8.11s.
Nils Stoya M betreute die SSC-Athleten, nebenbei lief er die 60m. Nach 7,82s im Vorlauf wurde er im Endlauf mit der gleichen Zeit Vierter.
Laura Sanori W14 verpasste im 60m Vorlauf mit neuer Bestleistung von 8,72s als 8.-Schnellste um 2/100s den Endlauf. Schade, dass es in Bad Sooden Allendorf nur 6 Sprintbahnen gibt. Im großen Feld der Weitspringerinnen wurde sie 13. (4,19m - pB). Im Hochsprung klappte es mit 1,25m (12.) nicht optimal, doch Laura ist erst seit kurzer Zeit bei uns und sie wird sich kontinuierlich verbessern können.

Karin Reitemeier F war körperlich durch ihren Umzug angeschlagen. Trotzdem flog die Kugel 8,36m weit (4.), als Vizemeisterin sprang sie 1,30m hoch. Karin kann weiter als 4,35m springen (6.). In einem Einlagelauf lief sie die Hürden ihrer Altersklasse in 11,90s, und sprintete die 60m als Sechste in ausgezeichneten 8,84s – Endlauf 8,91s. Am 9.Februar wird Karin bei den Hessischen Seniorenmeisterschaften in Stadtallendorf in der AK 45 an den Start gehen.
