Letztes Wochenende begann für unsere Aktiven endlich wieder das Wettkampfjahr. Die SG Chattengau lud zum Wettkampf ins Baunataler Sportbad ein und 10 Aktive des SSC gingen an den Start, um dabei um die ausgeschriebenen Pokale mitzuschwimmen.
Für einige der Wettkampfschwimmer der Gruppe 1 hieß es, sich hier über alle 50 m Strecken, sowie alle 100 m Strecken mit den Aktiven der anderen Vereine zu messen.
Das bedeutete allerdings, dass zwischen den Starts teilweise nicht einmal 15 Minuten Zeit zum Erholen war. Die vorgegebene Taktik hieß daher: „Locker bleiben! Und das bis zum letzten Start“.
Bestzeiten habe ich aufgrund dieser Ausgangssituation nicht erwartet, wurde aber schnell eines Besseren belehrt…
Unsere SchwimmerInnen schafften es aber dennoch, insgesamt sage und schreibe 32 neue persönliche Bestzeiten aufzustellen!
Hervorzuheben sind hier besonders die Leistungen von Lina Petry, die 7 mal eine neue Bestzeit schwamm und dabei auch endlich die „Schallmauer“ von 1:20 min über 100 m Freistil knackte und nach 1:18,69 min anschlug. Für ihre guten Leistungen wurde Lina mit 3 ersten Plätzen belohnt.
Sophia Salamon und Hannes Brodmann schwammen je 5 neue persönliche Bestzeiten, wobei besonders Sophias starke Verbesserung von 15 % über 100 m Schmetterling zu loben ist.
Helena Kuntzsch konnte bei ihren 6 Starts 4 persönliche Bestmarken nach unten schrauben und landete insgesamt 5 mal auf Platz 1.
Philipp Pastianidi hat in den vergangenen Wochen an seiner Rückentechnik gearbeitet, so dass er sich hier trotz der vielen Starts deutlich verbessern konnte. Zudem wurde er bei 10 Starts mit 6 ersten Plätzen belohnt.
Katharina Traut ist mit sehr viel Freude nach langer Krankheitspause angetreten und schaffte es bei 7 Starts insgesamt 6 mal auf Platz 1 und schwamm (ausgerechnet!) über 50 m Brust eine tolle neue Bestzeit mit 0:42,62 min.
Elli Daufenbach nahm die „Locker-bleiben-Taktik“ sehr ernst, schwamm aber dennoch (oder gerade deswegen??) einen tollen neuen Vereinsrekord mit 37,66 min über 50 m Brust und landete bei ihren 10 Starts ganze 10 mal auf Platz 1.
Lena Proll und Timo Nehrettig konnten sich ebenfalls sehr gut verbessern. Timos verbesserte Technik in Kraul brachte ihm hier eine Verbesserung von fast 15 % über 50 m Freistil ein (0:43,10 min) .
Eine weitere Schallmauer knackte Yannick Weimann (3 x PBZ) über 50 m Freistil, die er erstmals unter 0:30 min schwamm und nach 0:29,99 min anschlug. Zum tollen Vereinsergebnis steuerte er zudem bei 7 Starts 5 erste Plätze bei.
Damit waren die Grundlagen für die Finalläufe gelegt. Es gab für die zeitschnellsten Starter über die 50 m Strecken am Ende des Wettkampfes ein 100 m Lagen-Finale und für die zeitschnellsten Schwimmer über die 100 m Strecken ein 200 m-Finale.
Aufgrund der sehr guten Vorlaufergebnisse konnten sich bei den Mädchen Katharina Traut (2004) und Helena Kuntzsch (2007) für das 100 m -Lagen-Finale, sowie Lina Petry (2005) und Elli Daufenbach (2006) für das 100 m-Finale und das 200 m-Finale qualifizieren.
Lina und Katharina kamen als 6. bzw. 5. leider nicht auf die Podestplätze. Lina verzichtete außerdem leider auf die Finalteilnahme über 200 m Lagen. Da wäre auf jeden Fall eine Medaille drin gewesen, aber das wurde leider erst im nachhinein deutlich.
Helena schaffte es, ihr 100 m Lagen in 1:29,19 min als Dritte zu beenden und bekam dafür eine Bronze-Final-Medaille. Super gemacht!
Elli schaffte es trotz der kurzen Pause zwischen den Finals immer noch „locker zu bleiben“, kontrollierte beide Finalläufe von Anfang an und schwamm beide Male einen klaren Start-Ziel-Sieg heraus (100 m Lagen: 1:18,17 min und 200 m Lagen: 2:51,66 min). Für diese tolle Leistung wurde sie am Ende des Wettkampfes mit zwei Pokalen geehrt. Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Leistung!
Bei den Jungs hatten sich Yannick Weimann für das 100 m Lagen-Finale, sowie Philipp Pastianidi für das 100 m und 200 m Finale qualifiziert.
Über die 100 m Lagen mussten sich die beiden leider als 4. und 5. der starken Konkurrenz geschlagen geben. Über 200m Lagen konnte Philipp aber trotz der Minipause (keine 5 Minuten) die letzten Energiereseven mobilisieren, gab nochmal alles und gewann am Ende hochverdient in einer Zeit von 2:50,19 min das Finale und wurde hierfür ebenfalls mit einem Pokal belohnt. Herzlichen Glückwunsch!!!
Als wäre das nicht alles schon großartig genug gewesen, wurde es tatsächlich noch besser:
Ein weiterer Pokal wurde für den erfolgreichsten Verein ausgelobt.
Hier gewann der Verein mit den meisten ersten Plätzen. Diese Wertung hatte keiner von uns im Vorfeld „auf dem Schirm“, aber zum Ende des Wettkampfes gab es schon erste Hochrechnungen, ob wir vielleicht doch zum engeren Favoritenkreis zählen würden.
Es blieb spannend bis zum Schluss, da das Ergebnis erst zum Ende öffentlich gemacht wurde.
Wir konnten es kaum fassen, aber mit 34 ersten Plätzen und damit einem Vorsprung von 3 Plätzen auf den Zweitplatzierten, wurde der SSC Vellmar als bester Verein ausgezeichnet und darf nun in einem Jahr zur Verteidigung des Pokals antreten!!!
Da haben sich die vielen Starts und kurzen Pausen ja wirklich gelohnt :O)
Ich bin total stolz auf Euch und Eure tollen Leistungen! Das macht Lust auf mehr!
Herzlichen Dank an unsere Kampfrichter Anna Kuntzsch, Tanja Nehrettig und Sandra Nölker!


