
Rekorde und weitere Klasseleistungen durch die SSC-er in Stadtallendorf
23 Leichtathleten des SSC Vellmar beteiligten sich bei den offen ausgeschriebenen Hallenmeisterschaften des Kreises Marburg/Biedenkopf in Stadtallendorf. Ein neuer Deutscher Hallenrekord im Weitsprung und Hochsprung-Landesrekord durch Dieter Glübert, eine nordhessische Hallenbestleistung durch Karin Reitemeier im Weitsprung sowie eine Anzahl hervorragender Resultate – so ein Vereinsrekord durch Florian Reiß - war die Ausbeute. Doch der Reihe nach, (nicht geordnet nach Alter und Leistung):
Dieter Glübert M stellte sich beim Weitsprung der Aktivenklasse (Ab M20), obwohl er seit Anfang dieses Jahres bereits der Altersklasse 55 angehört. Das Ziel, den deutschen Hallenrekord dieser Altersklasse von 5.85m zu überbieten, gelang ihm mit bewundernswerter Leichtigkeit. Nach 5,80m im ersten Versuch gelang das Vorhaben mit 5,86m, es folgten aber noch 5,90m. Für einen Athleten des Jahrganges 1958 hervorragend und Weltspitze. Im Hochsprung dann noch eine Steigerung des Hessenrekordes um 3 cm auf 1,69m. Gegen die teils 35 Jahre jüngeren Gegner belegte er die Plätze 5und 4. Stadtallendorf ist für Dieter ein gutes Pflaster, denn vor genau 5 Jahren sprang er dort mit 6,31m Deutschen Hallenrekord für die AK 50.

Karin Reitemeier W stellte den 3. Rekord auf. Mit 4,72m überbot sie ihren eigenen nordhessischen Hallenrekord der Altersklasse W45, den sie erst im Dezember aufstellte, mit 4,72m um2 cm. Das Leichtgewicht konnte sich auch im Kugelstoßen auf prima 8,69m verbessern (2.) und lief die 200m mit 29,86m (4.) erstmals schneller als 30s! Nach 8.88s blieben die Uhren im 60m-Ziel stehen.
Sharin Oziegbe W15 hat ihre Schnelligkeit erheblich verbessert. Frappierend war ihr 60m Sieg in 7.86s, eine absolute deutsche Spitzenzeit. Drei Wochen vorher lief sie an gleicher Stelle 7.83s, wobei sie den Nordhessenrekord ihrer Vereinskameradin Sandra Roos aus dem Jahr 1989 um 1/100 s verfehlte. Auch im Weitsprung stellte die 14-Jährige ihre absolute Klasse mit einem Riesensatz von 5,74m erneut unter Beweis. Im 60m Hürdensprint lief sie gegen die älteren Gegnerinnen der U18, weil sie für die „Hessischen“ am nächsten Wochenende üben wollte. Mit 9,23s siegte Sharin auch hier, obwohl ein derber Rempler an Hürde drei mindestens 3/10 s kostete. Kaum denkbar, welche Superzeit möglich gewesen wäre.
Carolin Klupsch U18 wurde wie Sharin dreifache Siegerin. Für viele erstaunlich war ihre Verbesserung beim Weitsprungerfolg auf prima 5,54m, nachdem sie sich erst im Dezember auf 5,46m steigerte. Carolin, eigentlich mehr eine Hochspringerin, ist damit die aktuell drittbeste nordhessische Weitspringerin aller Alterklassen. Das geschah nach dem kräftezehrenden 200m Lauf, den sie allerdings zu defensiv anging. Sie lief nach 27.56s als Erste ins Ziel. Erfolg Nr. 3 beim Hochsprung. Nach übersprungenen 1,56m steigerte sie direkt auf 1,65m, da sie bereits als Siegerin feststand, scheiterte aber. Im Hürdenlauf wurde sie als Zweite in 9.41s nur von Sharin bezwungen.
Florian Reiß M befindet sich in bestechender Form. Nach 7.13s im Vorlauf ging er die 200m an. In einem rasanten Rennen verbesserte er als klarer Sieger den Vereinsrekord auf tolle 22.66s. Nach dem anstrengenden 200m Rennen wurde er anschließend in prima 7.10s knapp geschlagen Zweiter.
Levin Oziegbe U18 komplettierte die Familienbilanz. Nach 7.51s im 60m Vorlauf setzte er sich mit einer Steigerung auf 7.40s auch im Endlauf durch. Danach konnte er auch noch den Weitsprung mit guten 6,29m für sich entscheiden.
Malin Brietzke F hat ihre Grundgeschwindigkeit verbessern können, was sich im 60m Sprint zeigte. Mit 8.00s wurde sie Dritte. Die gleichaltrige deutsche Vizemeisterin der U20 über 100m aus dem Vorjahr war nur knapp 2m vor ihr. Im Weitsprung hat sich Malin stabilisiert und springt beständig in die Nähe ihrer Bestleistung. Mit 5.63m wurde sie Zweite. Mit Sharin, Malin und Carolin haben wir drei Topp-Weitspringerinnen in unseren Reihen!
Christopher Hödl M kommt langsam wieder in Schwung. Nach 7.53s im Vorlauf (Verzicht auf den Endlauf) konnte Christopher den Weitsprungwettbewerb mit 6,76m für sich entscheiden.
Sven Eichel M lief die 60m im Vorlauf in 7.35s, auch er verzichtete auf den Endlauf. Beim Weitsprung hatte er ein ordentliches Pfund drauf, doch Sprünge jenseits der 7 m trat er über. Mit 6,67m musste er sich als Zweiter Christopher geschlagen geben.
Charlotte Bomert U20 fühlte sich nicht wohl. Sie sprintete die 60m im Vorlauf in 8.24s, verzichtete aber zugunsten des Hürdensprints auf den Endlauf. Über die Hürdendistanz wurde sie als Vizemeisterin hauchdünn um 2/100s geschlagen. Ihre Zeit: 9.28s.
Carmen Krug F stieß die Kugel mit 10,85 dicht an die 11m Marke heran, was den Sieg bedeutete. Auf die bereits 44jährige Athletin ist halt immer Verlass. Seit Jahr und Tag sammelt sie Titel für den SSC in der Leichtathletik, im Rasenkraftsport und im Verband LSW.
Arne Fröhlich M lief im 60m Vorlauf 7.51s, lag damit hauchdünn vor Christopher. Auch er verzichtete auf den Endlauf, weil zwischen Vor- und Endlauf die 200m Entscheidung stattfand. Hier wurde Arne in 24.24s Fünfter.

Guido Hottenrott M übersprang (er ist 48 Jahre alt) als Fünfter gegen seine jungen Konkurrenten 1,60m, prima im Hinblick auf die kommenden Seniorenmeisterschaften auf Landes- und Bundesebene. Im indirekten Vergleich über die 60m konnte Guido gegen Karin gewinnen, denn mit 8.87s war er 1/100s schneller :-P
Alexander Hoppe M überzeugte im Weitsprung mit Platz drei und 6,22m, also Dreifacherfolg für den SSC. 24.99s im 200m Lauf brachten Rang 6, und im Vorlauf lief Alexander 7.58s.
Luca Hertel M15 wurde über die 800m in 2:24.24 min Vizemeister. Als Fünfter lief er gegen starke Konkurrenz mit 9.59s ein schnelles Rennen und persönliche Bestzeit. Ebenfalls Fünfter wurde er mit Weitsprung, hier wurden 5,22m gemessen.
Jontay Oberkersch M14 kam im Hürdenlauf total aus dem Tritt, seine Zeit war 11,47s. Nachdem er im 60m Vorlauf 8.19s lief, belegte er im Endlauf in 8.27s einen schönen zweiten Platz. Platz 2 auf im Weitsprung mit 4,99m. Leider hatte er nach dem ersten Versuch Kniebeschwerden, und beendete den Wettkampf frühzeitig.
Céline Grunwald U18 verpasste leider den 800m Start. Außer Konkurrenz lief sie dann noch mit den U16 Läuferinnen und schaffte 2:45.70 min. Im Weitsprung haderte sie mit sich, denn fünfmal trat sie recht gute Sprünge über. Mit 4,20m und Platz 6 war sie natürlich nicht wirklich zufrieden.
Florian Pflug M macht sich. Mit 5.73m (6.) nähert er sich im Weitsprung allmählich der 6m Grenze. Seine 60m Zeit, im Vorlauf gelaufen, betrug 7.85s.
Marcel Hoppe U18 sprang 1,50m hoch, lief die 200m in 26,98s und sprintete 7.99s. Leider hatte er im Weitsprung keinen gültigen Versuch, und verpasste somit den Endkampf.
Cornelius Hottenrott U18 belegte im Hürdensprint mit neuer Bestleistung von 9.39s Platz 4, kam im Flachsprint (8.21s Vorlauf) aber nicht recht in Tritt. Auch im Hochsprung kann er höher als 1,55m (7.) springen. Direkt nach dem Wettkampf ging es mit Herrn Papa direkt in den Winterurlaub.
Nils Stoya M lief nach längeren Knieproblemen die 60m und 200m. Seine Zeiten: 7.95s und 25.49s (9.)
Nick Lingelbach M verbesserte sich im Weitsprung als 7. auf 5,28m, übergetretene Versuche waren noch weiter. 200m 12.= 26.81s, 60m 8,06s pB.
Katja Hödl 15 sprintete im Vorlauf 9.15s, im Weitsprung wurde sie mit 4,53m Fünfte. Auch Katja trat bessere Versuche über.