
9 Siege für SSCer in Stadtallendorf und weitere hervorragende Ergebnisse
Neuer Nordhessenrekord im Weitsprung für Karin Reitemeier
Philipp Gebauer M13 verbesserte den Hallenrekord von Stadtallendorf
16 SSC-Leichtathleten/innen waren beim traditionalen Vorweihnachtskriterium in Stadtallendorf dabei. Neben vielen Siegen gegen starke Konkurrenz gab es außerdem noch weitere sehr erfreuliche Leistungen aus Vereinssicht.
Carolin Klupsch U18 siegte zweimal. Im Hochsprung blieb sie bis 1,68m ohne Fehlversuch, musste dann aber bei 1,71m passen. Ein guter Halleneinstand, zumal Carolin im Winterhalbjahr noch nicht wettkampfgerecht den Hochsprung trainieren konnte, trotzdem konnte sie die Hessische U18 Meisterin bezwingen. Beim Weitsprung belegte Caro Platz 2 mit guten 5,36m. Aber was wäre möglich gewesen, wenn der letzte Versuch nicht knapp übergetreten wäre? Diese Sprung war bedeutend weiter. Kurz entschlossen lief die SSCerin noch die 200m, und durchlief das Ziel nach 26.53s als Siegerin, eine sehr gute Zeit für die engen Hallenkurven.
Sharin Oziegbe W15 zog sich vor knapp 3 Monaten beim Bundesfinale Jugend trainiert für Olympia in Berlin einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel (Sprungbein) zu. In Stadtallendorf wagte sie erstmals wieder einen Weitsprung. Natürlich hat sie etwas an Grundschnelliglkeit und Sprungkraft verloren, doch bereits während des Wettkampfes (der letzte übergetretene Versuch war sehr weit) konnten wir einen Aufwärtstrend erkennen. Mit 5,63m gewann Sharin den Wettbewerb und brachte damit das Kunststück fertig, bisher gegen Gleichaltrige in 7 Jahren noch nie verloren zu haben.

Jontay Oberkersch M14 hat sich im Sprint verbessert, was die Zeit von 7.78s im 60m Sprint unterstreicht. Er wurde ausgezeichneter Dritter. Sicher überbot er mit 5,22m im Weitsprung die 5m Marke, damit belegte er Platz 5. Im Kugelstoßen wurde Jontay 6., er kann aber weiter als 8.49m stoßen.

Philipp Gebauer M13 war in prächtiger Verfassung. Er verbessert sich von Mal zu Mal. Im 60m Vorlauf lief er glänzende 7.78s, musste sich im Endlauf jedoch in 7.80s dem noch schnelleren Elias Steiner (Gudensberg) beugen. Im Weitsprung drehte Philipp den Spieß um, und besiegte Elias mit neuem Stadtallendorfer Hallenrekord von 5,59m deutlich. Immerhin ist Elias in diesem Jahr des beste Weitspringer im Freien. Der nächste Paukenschlag war Philipps Kugelstoß, als das Wurfgerät bei 12,36m landete. Sowohl im Kugelstoßen als auch im Weitsprung war in diesem Jahr im Freien und in der Halle kein Hesse besser. Das I-Tüpfelchen war dann der Hochsprung, denn mit 1,54m heimste Philipp den dritten Tagessieg für sich ein.

Sven Eichel M startet erstmals wieder nach vielen Monaten Wettkampfpause, durchlief die 60m im Vorlauf in 7.42s und sprang als Dritter gute 6,71m weit. Ein übergetretener Sprung erinnerte an seine Glanzzeiten, als er die 7m mehrmals übersprang - es wird also wieder passierne :-P
Philip Kwedsa M war sehr mutig als er sich entschied, ohne entsprechendes Training die 200m zu laufen. Unter diesen Umständen sind 24.16s für die engen Hallenkurven prima. Gegen eine Heerschar ausgezeichneter Sprinter belegte Philip zusammen mit dem derzeit besten nordhessichen Kurzsprinter Hundt (Borken) den 9. Platz.

Fabienne Siemers W12 ist sehr vielseitig. In Stadtallendorf wurde sie mit 8,28m Siegerin im Kugelstoßen, und konnte sich im Weitsprung auf ausgezeichnete 4,94m verbessern. Im letzten Versuch sicherte sich Fabienne den Sieg mit 19cm Vorsprung. Als 6. im Hochsprung mit 1,38m und 8.71s über die 60m im Zwischenlauf schlug sich Fabienne ebenfalls achtbar.
Zoé Böttcher W12 schaffte im 60m Sprint ein Überraschung, als sie im Endlauf die mit 8.33s die zeitgliche Laura Ivisic (LAV Kassel), mit der sie befreundet ist, schlug. Im Zwischenlauf war Zoé mit famosen 8.26s sogar noch schneller, derzeit die zweitschnellste Hallenzeit in Deutschland. Direkt nach 3 schnellen 60m Sprints und während der Hochsprungs dann die 800m – natürlich nicht mehr besonders frisch. Trotzdem Rang zwei in guten 2:37.45min. Beim Hochsprung überwand Zoé als 11. im Klassefeld 1,30m. Zum Weitsprung wurde sie vom Veranstalter – wie viele anderen Mädchen auch - wegen zu großer Teilnehmerfelder nicht zugelassen, eine Bewertung des Leistungsvermögens erfolgte leider nicht.
Laura Hägele W11 sprang prima 1,35m hoch, wurde damit in einem leistungsstarken Feld gute Dritte. Im 50m Lauf verbesserte sich Laura auf erstklassige 7.52s die sie im Vorlauf erzielte. Im Endlauf musste sie einem noch schnelleren Mädchen als Zweite den Vortritt lassen, doch 7,54s waren immer noch absolute Spitze und sind in Nordhessen unerreicht. Auch Laura wurde für den Weitsprung nicht zugelassen, obwohl sie Siegeschancen gehabt hätte.

Lea Weiß W15 wurde 8. beim Hochsprung – höhengleich mit der Fünften. 1,40m hat Lea zwischenzeitlich ziemlich sicher drauf, so auch in Stadtallendorf. Lea ist schneller geworden. Nach 8.74 im Vorlauf lief sie im Zwischenlauf mit 8.71s sogar noch schneller, 15/100 s besser als Bestleistung.
Luca Hertel M15 die 60m im Vorlauf in 8.09s und sprang als 5. 5,37m weit. Irgendwie stimmte hier die Technik nicht optimal.
Ben Utermarck M12 wurde zweimal Zweiter. Beim Kugelstoßen flog die Kugel gute 8,66m weit, beim Hochsprung überwand er 1,35m. 4,22m beim Weitsprung brachten Platz 7 ein. Sowohl im Vor-als auch Zwischenlauf blieb für ihn die Uhr bei 8.94s stehen.
Céline Grunwald U18 war mit guten 4,62m im Weitsprung zufrieden, das bedeutete Platz 7. Als 8. beim Kugelstoßen schaffte sie 8,16m.
Laura Sanori W13 ist erst kurz bei uns. Laura lief die 60m im Vorlauf in guten 8.79s, obwohl sie kurz vor dem Ziel in der Annahme, eine durchgezogene Linie sei bereits das Ende der Strecke, kurz abbremste. Trotzdem reichte es für den Zwischenlauf, doch der Start war wenig optimal. Die Laufzeit betrug 8.84s. Im Hochsprung schaffte sie dann mit der Schere 1,25m, 18. im Riesenfeld.

Sara Grunwald F stieß die Kugel als 4. 9,60m weit, Position 5 beim Weitsprung mit 4,74m. Im Vorlauf lief Sara die 60m in 8.68s, im Zwischenlauf dann mit 8.91 schächer. Eine ehemalige Oberschenkelverletzung machte sich etwas bemerkbar.
Karin Reitemeier F hielt den nordhessischen Hallenrekord der AK 45 im Weitsprung mit 4,76m, in Stadtallendorf sprang sie mit 4,85m weiter! Gegen die weitaus jüngeren Gegnerinnen wurde sie ausgezeichnete Vierte. Weiterhin lief sie die 200m in 30.57s (3.), stieß die Kugel 8,23m weit (7.) und durchlief die 60m in glatten 9,00s.