Tag 1 der Meisterschaften mit Start von Karin Reitemeier W50 über die Hürden und im Weitsprung. Für Hartmut Nuschke M60 ging es in den Ring zum Hammerwurf. Für Karin begann die Meisterschaft nicht nach Maß, ein Strauchler in die 2. Hürde machte einen möglichen Podestplatz zu nichte. Sie musste aussteigen, das dämpfte erst einmal die Stimmung. Besser dagegen lief es im Weitsprung, auch wenn hier permanent wechselnde Winde ein springen zum Lotterieanlauf machten. Mit 4.28m wurde der weiteste Sprung für Karin vermessen, Platz 6, für eine Medaille hätte man in der Grube bei 4.60/4.70m landen müssen. Es ging zum Anfeuern zur Außenanlage zum Hammerwurf, wo Hartmut mit dem schwierigen, glatten Ring kämpfte. Aber er ist ja bekanntlich ein alter Hase und wenn drei Drehungen nicht funktionieren, na dann machen wir halt zwei. Der Weite tat das dann keinen Abbruch, mit 50.67m trug er sich erneut als Deutscher Meister in die Ergebnisliste ein. Platz 2 ging an Wilfried Bury TSG Dissen/48.54m, Platz 3 Norbert Hasselberg Union 1861 Schönebeck 46.35m.
An Tag 2 der Meisterschaften stieg Carmen Krug W45 in das Wettkampfgeschehen mit dem Hammerwurf ein, auch hier war der Ring ein Problem. Es hatte jeder zu kämpfen und man probierte einiges aus, aber so richtig stabile Würfe waren schwierig zu absolvieren. Carmen holte hier den VIZE-TITEL mit 37.02m, hinter Bettina Schardt, MTG Mannheim 40.09m, Platz 3 für Dagmar Suhling TUS Huchting 36.28m. Karin sprintete derweil die 100m und war über ihre Zeit nicht so freudig gestimmt, zumal sie davon ausging, dass dies nicht für den Endkampf reichte, aber es kam anders, sie durfte noch einmal rennen und belegte im Finallauf Platz 7. Parallel sprang Karin dann noch über die Latte während Carmen den Kugelstoßring belagerte. Karin übersprang die 1.25m souverän, scheiterte aber dann an 1.28m. Wie ihr später eine Mitstreiterin erzählte, war sie wohl zu weit weg von der Latte und hatte somit die Höhe zu früh. Wäre der Tipp früher gekommen, hätte Karin bestimmt noch eine weitere Höhe meistern können. Somit war es hier Rang 9. Bei Carmen war im Training mit der Kugel zuletzt der Wurm drin, also rechnete sie sich hier auch nicht allzu viel aus. Es sollte eine gute Serie werden und wenn möglich immer die 10 vorne stehen. Es ging dann doch besser als gedacht und war sogar spannend. Ein Stoß auf 10.51m brachte wiederum den VIZE-TITEL. Die Siegerin Yvonne Steinfurth LG Eppstein-Kelkheim stieß die 4kg-Kugel auf 11.56m. Drei Medaillen an den ersten beiden Tagen, das war spitze. Für Karin war es kein Einstieg nach Maß in die Meisterschaften, es sollte nicht sein, denn die Ergebnisse spiegelten bis dato nicht das wieder, was sie eigentlich drauf hat. Aber … es gab ja noch Tag 3.
Karin begann mit dem Speer und wenn einmal der Wurm drin ist, dann zieht sich das wie ein roter Faden durch. Die ersten beiden Versuche waren ungültig und der letzte sollte es richten, um im Teilnehmerfeld von 13 Starterinnen noch in den Endkampf zu kommen. Außenstehende hatten diesen als gültig gesehen, doch der Kampfrichter war nach einigem zögern zu der Erkenntnis gekommen, weil man ja kein Einstichloch sehen konnte, diesen dann ebenfalls ungültig zu geben. Somit war es dann passiert … drei ungültige und sowas von ärgerlich, weil Karin locker mit den zuletzt erzielten Weiten in den Endkampf reingepasst hätte. Aber eine Chance blieb ja noch. Carmen bestritt ihren letzten Einsatz im Diskusring und Karin wieder parallel im Hammerwurfring. In einem starken Teilnehmerfeld von 15 Starterinnen brachte Karin es fertig, gleich im 2. Versuch 40.58m zu werfen und war damit sehr dicht am Nordhessen-Rekord, aber das war eher Nebensache, denn der Endkampf war damit gesichert. Es folgten weitere gute Würfe, die dann aber nicht mehr weiter gingen. Fast hätte Karin sogar den Vogel abgeschossen und eine Medaille geholt. So war es ein super 4. Platz und der Frust der ersten beiden Wettkampftage war wieder vergessen, somit dann doch ein versöhnlicher Abschluss. Carmen mühte sich in dem noch glatteren Diskusring, es war buchstäblich eine Katastrophe, Würfe mit Geschwindigkeit zu machen, weil man sofort wegrutschte. Das einzige was wirklich sicher ging, waren Standwürfe. Sei´s drum Carmen kämpfe sich durch und steigerte sich mit jedem Versuch. Im 5. Versuch dann 31.38m und im Endresultat die nicht zu erwartende BRONZE-Medaille, das war absolut nicht eingeplant und völlig überraschend. Drei Starts, drei Medaillen, besser geht es nicht und ein toller Abgang aus der W45.




Karin Reitemeier mit dem Hammer in einem starken Teilnehmerfeld und über 40m auf einem super 4. Platz !!!
