
DM GOLD für die Männer mit der Mannschaft und BRONZE für Carmen Krug in der W45 sind die Ausbeute der diesjährigen Deutschen Wurf-Mehrkampfmeisterschaften in Zella-Mehlis
Carmen war einzige SSC-Starterin am Samstag und tat sich richtig schwer, sie kam einfach nicht in Schwung und in den Wettkampf, ließ viele Pkt. liegen. Lediglich die Weite im Gewichtwurf mit 11.27m war versöhnlich. Auch wenn es mal schlecht läuft, gilt es sich durchzubeißen und das tat Carmen. Auch wenn sie den Podestplatz gedanklich schon abgehakt hatte, wurde es zum Schluss noch mal spannend. Es zeichnete sich ab, dass es zwischen ihr und Kathrin Broich SV Kirchheimbolanden um Bronze gehen wird. Kathrin stieß mit 10.24m Bestleistung, Carmen magere 9.96m. Nach der 4. Disziplin lag Carmen auf 3 mit 63 Pkt. Vorsprung. Nach Eingabe in den Mehrkampfrechner war dann klar, es sollte reichen. Carmen büßte noch einmal 20 Pkt. ein und erkämpfte wie im Vorjahr BRONZE in ihrem letzten W45-Jahr, so eine Zitterpartie braucht keiner. Für Carmen die 7. DM-Medaille in diesem Jahr bei Deutschen Meisterschaften. WOW !!

Karin Reitemeier und Sabine Nies bildeten das Doppelpack in der W50. Für Sabine galt es, in jeder Disziplin zu punkten und ihr Missgeschick beim Diskuswurf endgültig auszumerzen. Eine vordere Platzierung war hier eh nicht erreichbar, aber ein Platz im Mittelfeld einer starken Gruppe sollte es schon sein. Sabine enttäuschte nicht und als der 1. Diskus im Feld landete, purzelten tonnenweise Steine und ein spontaner SSC-Jubelapplaus ertönte. Der Fluch wurde bekämpft. Insgesamt kam Sabine gut durch alle Disziplinen, die Kugelweite fällt ein wenig ab, aber mit Drehstoßtechnik geht immer mal was daneben, wenn man nicht optimal trifft. Mit dem Hammer im stumpfen Ring gute 28.65m, über 30m hat sie in diesem Jahr schon stehen. Platz 10 für Sabine mit 2.549 Pkt., im letzten Jahr waren es noch 2.058 Pkt., als gewerteter 4-Kampf. Wenn noch mehr Stabilität und Coolness in die Abläufe kommt, kann es auch noch weiter nach vorne gehen, wir werden verfolgen was im nächsten Jahr in der W55 passiert.


Für Karin lief es diesmal auch nicht optimal, Einwürfe beim Speer landeten schon ungültig und so war die Anspannung zum Start des Wettkampfes schon gegeben. Sie rettete sich auf 24.72m, klar war sie damit nicht zufrieden, es sollte weiter gehen. Der Wurm reiste mit zum Gewichtwurf, mit 11.63m war sie hier zwar nah an ihrer persönlichen Bestweite dran, aber es konnte sie nicht so richtig erheitern, zu sehr ärgerte die Speerwurfleistung. Beim Diskus ein ähnliches Bild wie beim Speer, hier blieb von 3 Würfen ein gültiger mit 23.36m im Sektor, auch hier verkaufte sich Karin unter Wert. Der Hammer sollte etwas für das Punktekonto tun, im Training bietet Karin stabile 38er-Weiten an, im Wettkampf dann 36.87m. Das waren zu viele Dämpfer auf einmal. Und auf einmal hat auch noch die Kugel vergessen wie man fliegt. Es gibt solche Tage, die keiner braucht. Mit ihren Leistungen schaffte Karin aber trotz allem einen tollen 4. Platz und erkämpfte 3.178 Pkt., beim Silberplatz im Vorjahr waren es 3.269 Pkt., ja eigentlich gar nicht so weit weg. Platz 1 und 2 waren schon im Vorfeld an starke Gegnerinnen vergeben, bei optimalem Verlauf hätte es um Platz 3 spannend werden können.
Die Männer traten im 4er-Pack an, Hartmut Nuschke und Hendrik Schaak in der M60, Georg Weitzel und Falk Treiber in der M50. Hartmut hatte sich viel vorgenommen, brachte gute bisherige Wettkampfergebnisse mit, musste aber auch hier und da federn lassen. Ein Zipperlein im Rücken war da natürlich auch nicht förderlich. Mit Hammer 47.61m und Gewicht 17.37m gewohnt stark, führte er hier sogar die Disziplinwertung an. Da konnten die Weiten mit dem Speer und der Kugel nicht mithalten. Hier war gegen die 17 Mitstreiter kein Kraut gewachsen an diesem Tag. Mit der Kugel verkaufte er sich deutlich unter Wert, das hatte er sich anders vorgestellt. Hartmut büßte gegenüber dem Vorjahr keinen Platz ein und belegte wieder den 6. mit 3.345 Pkt., im Vorjahr notierten wir 3.280 Pkt.

Hendrik Schaak konnte ja immer nur sporadisch und eingeschränkt trainieren, stellte sich aber in den Dienst der Mannschaft, denn 4 Kämpfer sind immer besser als drei, zumal man so noch ein Puffer hat, falls etwas außer der Norm passieren sollte. Seine Nervosität zu Anfang legte er schnell ab, kam gut durch den Wettkampf und musste sich mit seinen Leistungen nicht verstecken. Lediglich Hammer mit nur 25.69m brachte kein zufriedenes Gesicht, das Strahlen kam aber mit der Diskusweite und 36.53m zurück. Da fehlte nicht viel zu Hartmut/37.28m. Mit 2.891 Pkt. kam Hendrik auf Platz 11 ein, prima.

Die M50-Wettkämpfer mit Falk und Georg wurden in der Gruppe noch einmal geteilt, um einen zügigeren Ablauf zu gewährleisten. Beide hatten diesen Termin zum Beginn des Jahres eigentlich nicht auf dem Plan und ließen sich bei einer Trainingseinheit am Breiten Stein überreden. Falk war von da an angefixt und hatte als Route ausgegeben, den Männern das Leben vorne mal so richtig schwer zu machen. Seine Trainingsweiten deuteten auch darauf hin, er wollte es diesmal wissen. Mit dem Diskus war er nah an der 40-Meter-Marke, 39.08m, eine super Weite im Mehrkampf. Die Topweite lieferte Ernst Adrian TSG Wehrheim mit 39.61m. Mit der Kugel 11.95m, die 12 vor dem Komma fiel nicht. Den anvisierten Podestplatz erreichte er nicht ganz, es wurde Rang 8 mit 3.013 Pkt. Im Vorjahr 3.268 Pkt. und Platz 7.
Georg schien heimlich trainiert zu haben und legte einen tollen, konstanten Wettkampf hin und hat mit Sicherheit den ein oder anderen überrascht. Er bewegte sich immer im Mittelfeld der ebenfalls starken Gruppe und stieß sogar die Kugel mit 12.29m weiter als Falk. Im Gewichtwurf mit 14.73m Rang drei in der Disziplinengruppe. Lediglich Sven Suhling TUS Huchting kratze hier an den 17m. Mit dem Hammer 36.49m landete er ebenfalls im vorderen Weitenfeld. Mit 3.076 Pkt. kam er auf Rang 7 ein, vor Falk. Zu viele Punkte trennten beide voneinander nicht. Tolle Leistung.

Die Männermannschaft schoss dann noch den Vogel ab. In der Wertung für die M50-M65 kommen automatisch die drei besten eines Vereins, die in dieser übergreifenden Altersklassenwertung gestartet sind. Man kann im Voraus nie genau sagen, welchen Platz man einnehmen wird, das hängt von vielen Faktoren ab. Es bleibt bis zum Abschluss der letzten Gruppe alles offen. Man spickte also auf den Aushang und dann stand es schwarz auf weiß, DEUTSCHER MEISTER SSC Vellmar mit Hartmut, Falk und Georg, bärenstark Jungs. Mit Hendrik hätten sie bei einem Ausfall ebenfalls einen starken Punktenachrücker gehabt, der die Plakette abgesichert hätte. So ein Resultat musste natürlich an Ort und Stelle gefeiert werden. Ein Schöppchen besiegelte den Erfolg. Das sollte Motivation genug für nächstes Jahr sein, der Termin steht schon, 10.08.2019.
