Der erste Wettkampf in dieser Saison führte uns am vergangenen Wochenende ins Sportbad nach Baunatal.
Für die Aktiven ging es hier nach der langen Sommerpause zum ersten Mal wieder an den Start. Für uns Trainer sollte dies in erster Linie eine „Bestandsaufnahme“ zu Beginn der neuen Saison werden. Höchstleistungen haben wir nach den wenigen Trainingswochen nicht erwartet, unsere Schwimmer haben uns aber schnell eines Besseren belehrt und uns mit vielen neuen persönlichen Bestzeiten überrascht.
Katharina Traut (2004) war zum ersten Mal nach langer Wettkampfpause wieder mit dabei. Mit guten Leistungen, die kaum über ihren bestehenden Bestzeiten lagen und sogar einer neuen persönlichen Bestzeit über 100 m Schmetterling, war das für sie ein wirklich gelungener Wiedereinstieg. Mehr noch als über die guten geschwommenen Zeiten habe ich mich allerdings darüber gefreut, wie groß Kathas Vorfreude auf die Starts war. Es ist schön zu sehen, dass sich unsere Schwimmer auch wirklich auf´s Schwimmen freuen können!
Lara Freiberger (2006) zeigte sich ebenfalls in sehr guter Form und schraubte bei ihren acht Starts ihre persönlichen Bestzeiten ganze sechsmal nach unten. Hervorzuheben sind hier die 50 m Schmetterling und 100 m Rücken, bei denen sich die Arbeit der letzten Wochen an der Technik am meisten zeigte. Lara verbesserte hier ihre bestehenden Bestzeiten um bis zu 15%. Die guten Leistungen über die 100 m Strecken brachten ihr zudem einen Startplatz im 200 m Lagen-Finale ein, das sie als vierte beendete.
Ebenfalls im Jahrgang 2006 startete Elli Daufenbach. Mit acht neuen Vereinsrekorden schraubte sie die Bestmarken der Mädchen über 50 m und 100 m Brust (0:38,64 min und 1:23,96 min), 50 m und 100 m Schmetterling (0:33,44 min und 1:23,24 min), 50 m und 100 m Rücken (0:36,84 min und 1:19,10 min), 50 m Freistil (0:30,93 min), sowie 200 m Lagen (2:45,56 min) runter. Ganz nebenbei waren das auch teilweise schon die erreichten Pflichtzeiten für die Hessischen Meisterschaften im Dezember.
Aufgrund dieser Leistungen schaffte sie es zudem in die Wertung der Lottosprints, bei denen sie zweimal Bestzeit schwamm und am Ende knapp als Zweite anschlug. Genau wie Lara kam auch sie in die Wertung für das 200 m Lagen-Finale. Als Lagen-Spezialistin ließ sie hier der Konkurrenz dann keine Chance und landete einen eindeutigen Start-Ziel-Sieg.
Helena Kuntzsch(2007) findet zum Glück auch wieder in ihren Trainingsrhythmus zurück und konnte sich bei ihren sechs Starts über zwei neue persönliche Bestzeiten über 200 m Lagen und 100 m Freistil freuen. Über 100 m Brust gab es zudem noch die Silbermedaille in der Jahrgangswertung. Also war das auch für dich, liebe Helena, ein toller Saisonauftakt!
Lina-Marie Petry (2005) ging insgesamt siebenmal an den Start. Auch für Lina gab es neue persönliche Bestzeiten über 50 m Schmetterling, 200 m Brust, sowie über 100 m Lagen. Eine sehr gute Leistung zeigte sie auch über 200 m Lagen. Umso irritierter waren Lina und wir Trainer, als wir kurz danach aber die Durchsage hörten, dass es eine Disqualifikation wegen „Scherschlag“ gab. Alles Nachfragen beim Schiedsrichter half leider nichts und es blieb bei Disqualifikation, aber das war eine klare Fehlentscheidung des Schwimmrichters!
Sophia Salamon (2005) ging ebenfalls nach der langen Sommerpause erstmals wieder an den Start, obwohl sie am Abend zuvor erst von einer Klassenfahrt zurückgekommen war. Sie fühlte sich etwas angeschlagen, aber ließ es sich trotzdem nicht nehmen, zu starten. Gleich zu Beginn wurde Sophia dafür mit einer neuen Bestzeit über 50 m Rücken belohnt. Ebenso schaffte sie es, ihre bestehenden Bestzeiten über 50 m Schmetterling, 200m Freistil und 100m Lagen nach unten zu korrigieren. Gut gemacht!!
Unsere Jüngste Schwimmerin war Lena Proll (2009) aus der Wettkampfgruppe 2, die bei ihrem ersten richtigen Wettkampf startete. Kurz zuvor beim Einschwimmen, bzw. anstelle des Einschwimmens haben wir noch kurz geübt, wie die Starts und Wenden bei einem Wettkampf gemacht werden müssen. Lena hat ihre Sache gut gemeistert und bei 50 m Rücken lief auch alles glatt, aber leider wurde sie über 50 m Freistil dann wegen Frühstart disqualifiziert.
Ebenfalls aus Wettkampfgruppe 2 war Timo Nehrettig (2007) mit dabei. Er startete dreimal (50 m Freistil, 50 m Rücken und 100 m Brust) und machte seine Sache gut.
Philipp Pastianidi (2004) zeigte in den ersten Wochen nach den Ferien sehr gute Leistungen im Training, die Vorfreude auf den ersten Wettkampf machten. Leider kam eine schwere Bronchitis und damit verbunden eine zweiwöchige Trainings-Zwangspause dazwischen. Umso toller sind die hervorragenden Leistungen, die Philipp in Baunatal zeigte. Wieder ganz gesund hat er bei seinen sechs Starts seine persönlichen Bestzeiten insgesamt fünfmal zum Teil ganz erheblich verbessert. Hervorzuheben ist hier die große Verbesserung um 10 % über 200 m Lagen. Ganz nebenbei knackte er über 200 m Brust mit einer tollen Zeit von 2:53,06 min bereits jetzt schon die Pflichtzeit für die Hessischen Meisterschaften im nächsten Jahr. Super gemacht!
Zum ersten Mal nach seiner Rückkehr nach Deutschland startete Yannick Weimann (2002) wieder für den SSC. Im letzten Jahr hatte er Trainings- und Wettkampferfahrungen in den USA und Australien sammeln können. Leider konnte auch Yannick im Vorfeld wegen einer Erkältung nicht voll trainieren. Bei sechs Starts kamen am Ende aber dennoch drei neue Bestzeiten auf der Kurzbahn über 200 m Lagen und 100 m Freistil, sowie 100 m Lagen heraus. So schlecht lief es also wirklich nicht, auch wenn sich Yannick etwas mehr erhofft hatte und wir dürfen auch nicht vergessen, dass wir erst am Anfang der Saison stehen! Also, alles gut!!!
Im Gegensatz zu Yannick ging Sven Ambrosius (1999) vorerst das letzte Mal für den SSC an den Start, da er Vellmar zum Studieren in Richtung Karlsruhe verlässt. Sven hat aber nochmals seine Klasse unter Beweis gestellt und großartige Leistungen gezeigt, obwohl auch er durch die Ferien nicht durchgängig trainieren konnte. So stellte er bei seinen sieben Starts gleich drei neue Vereinsrekorde bei den Männern über 50 m Rücken (0:36,17 min), 50 m Freistil (0:28,43 min) und 100 m Freistil (1:03,38 min) auf. Da werden die anderen Jungs noch eine Weile dran zu knabbern haben!
Lieber Sven, wir werden Dich wirklich sehr vermissen! Wer soll für die Motivation sorgen, wenn Du nicht da bist? Wir wünschen Dir aber natürlich trotzdem wirklich von Herzen, dass Du eine tolle Studienzeit haben wirst und eine nette Trainingsgruppe findest, in der Du Dich wohl fühlst, damit Du weiter schwimmen kannst. Du musst ja schließlich fit bleiben, damit du hinterher kommst, wenn Du uns dann mal besuchst ;O)
Herzlichen Glückwunsch Euch allen zu den tollen Ergebnissen! Wir sind sehr stolz auf Euch!
Ein großer Dank geht an Bianca, Axel, Anna, Christa und Sascha, die für unsere Kinder als Kampfrichter im Einsatz waren!



