Für drei unserer Wettkampfschwimmer ging es am vergangenen Samstag in die zweite Runde der Bezirksmeisterschaften in diesem Jahr. In Heringen wurde, wie bereits im letzten Jahr, um die Bezirksmeistertitel über die Langdistanzen gekämpft.
Da diese Strecken sehr selten angeboten werden, ist dies immer eine besondere Herausforderung. Die Trainingsplanung der vergangenen Wochen war aber auf diesen Wettkampf ausgelegt, so dass alle gut vorbereitet anreisten.
Es war wieder ein schöner Wettkampf, der ganz anders war, als die sonstigen, turbulenten Schwimmfeste, die wir besuchen.
Philipp Pastianidi (2004) machte den Anfang und ging über 1500 m Freistil ins Becken. Er begann mit einer guten Zeit von 01:13 min. Bis 600 m pendelten sich die 100 m-Durchgangszeiten auf ca. 01:26 min ein, was ein guter Schnitt war.
Nach 600 m wurden die Rundenzeiten leider etwas langsamer, Philipp schaffte es aber, die Zeiten von 01:28 min bis ins Ziel zu schwimmen, so dass die Uhr am Ende bei guten 21:30,87 min stehen blieb. Das war gleichzeitig ein neuer Vereinsrekord und bedeutete in der Jahrgangswertung einen tollen dritten Platz und so konnte sich Philipp und natürlich auch wir gleich zu Beginn des Wettkampfes über eine erste Medaille freuen! Herzlichen Glückwunsch!
Als nächstes standen dann für die Mädchen 400 m Lagen auf dem Programm.
Elli Daufenbach (2006) ging zum zweiten Mal über diese Strecke an den Start. Sie machte ihre Sache wie erwartet sehr gut und ging dazu mit einer Wahnsinnszeit (über 100 m Delfin) gleich mit einer neuen Bestzeit (01:20 min) an. Rücken, Brust und Kraul liefen anschließend zwar noch gut, aber es war deutlich zu merken, dass sie nach einer Krankheitswoche nicht 100 % ihrer Leistung abrufen konnte. Am Ende kam dennoch eine sehr gute Endzeit von 5:54,72 min heraus, mit der sie knapp geschlagen Zweite und damit Bezirksvizemeisterin und Silbermedaillengewinnerin wurde.
Im gleichen Jahrgang ging Lara Freiberger (2006) ebenfalls über 400 m Lagen an den Start. Lara ist bei Wettkämpfen immer sehr fokussiert und ging auch hier konzentriert an den Start. Mit 1:35,07 min über die Delfinteilstrecke startete sie sehr gut. Über Rücken, Brust und Kraul konnte Lara ihre Form halten und schlug nach einem guten Rennen nach 06:44,44 min an. Dies bedeutete Platz 4 im Jahrgang 2006.
Nach der Pause freuten wir uns nach den guten Leistungen auf den zweiten Abschnitt, in dem es zu Beginn mit den 800 m Freistil der Mädchen weiterging.
Leider fühlte sich Elli zunehmend schlechter, so dass wir uns dazu entschlossen haben, auf einen Start zu verzichten.
Lara machte ihre Sache prima! Leider startete sie auf den ersten 100 m allerdings zunächst mit 01:31 min sehr verhalten. Vor einem Jahr noch lag die erste 100 m Durchgangszeit bei 01:30 min… Ob es der Respekt vor der langen Strecke war?
Sehr schnell pendelte sich Lara danach aber auf gute Zwischenzeiten von 01:33 min ein, was im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich 7 Sekunden pro 100 m schneller war. Nach 32 Bahnen blieb die Uhr dann bei einer Endzeit von 12:19,72 min stehen, was nebenbei eine Verbesserung ihrer persönlichen Bestzeit von fast einer Minute ist!
In der Jahrgangswertung bedeutete das ebenfalls Platz 4.
Toll gemacht!
Aber Lara, Du darfst selbst an Dich und Dein Können glauben! Du hast fleißig trainiert und Du darfst zurecht stolz auf Dich sein und das auch zeigen!
Zum Ende des Wettkampfes hatte Philipp dann noch seinen zweiten Einsatz. Er startete zum ersten Mal überhaupt über 400 m Lagen. Die Tests im Training liefen sehr gut, so dass wir uns keine Sorgen über ein Nichterreichen der Pflichtzeit machen mussten.
Nach einer sehr guten Startzeit über die nicht so sehr beliebte Delfinstrecke (01:25 min) lief es auch über Rücken mit 01:36,96 min gut. Die besprochene Einteilung des Rennens war natürlich darauf ausgelegt, dass Philipp zunächst über Delfin und Rücken gut mithalten und dann über seine Paradestrecke Brust den „Turbo zünden“ sollte. Technisch war aber leider gerade die Bruststrecke nicht sauber geschwommen, so dass es Philipp viel Energie gekostet hat und er mit 01:36 min auch deutlich unter seinen Möglichkeiten blieb.
Am Ende stand aber dennoch eine wirklich tolle Zeit von 05:59,07 min im Protokoll, für die es ebenfalls wieder als Drittplatzierter eine Bronzemedaille gab! Herzlichen Glückwunsch dazu!
Ich finde, Ihr habt das alle drei super gemacht! Ich bin sehr stolz auf Euch!
Danke an Sascha, der unser „Kampfrichter des Tages“ war!

